Jazz

Mit dem amerikanischen Jazz-Zeitalter verbindet man stets eine schwach beleuchtete, verrauchte Bar, welche mit sanften Klängen aus dem Klavier bespielt wird und in der Hochprozentiger ausgeschenkt wird.

In der amerikanischen Musikgeschichte spielt der Jazz trotz eben jener Klischees eine wichtige Rolle. Denn die Ära des Jazz fällt in die Periode nach dem Ersten Weltkrieg, in der ein bedeutender kultureller Wandel stattfand. Die gemeinsame Liebe zur Musik verband fortan die afroamerikanische Kultur mit der ihrer weißen Mitbürger und fungierte gewissermaßen als interkulturelle Brücke, welche die Unterschiede aufheben sollte.

Der Beginn der Jazz-Ära in den 1920er Jahren bescherte Menschen, die während des Krieges dunkle Zeiten durchgemacht hatten, ein neues Lebensgefühl und mehr Freude im Alltag. Der Musikstil brachte ein Element der Freiheit und der Selbstbestimmtheit in das Leben vieler. Das Stadtleben bot seinen Bewohnern mehr Reize und neue Unterhaltungsmöglichkeiten. Neue Tanzstile wie der Charleston, versüßten ebenfalls den fortan sorglosen Alltag.

Zunächst wird die Jazzbewegung hauptsächlich afroamerikanischen Musikern zugeschrieben. New Orleans bildete das Zentrum der Bewegung. Aufgrund der rassistischen Gewalt und Spannungen in New Orleans flohen jedoch viele Musiker nach und nach in andere Städte wie Chicago, Kansas City und New York. Mit der Umsiedlung der Musiker wurde der Jazz in den Vereinigten Staaten verbreitet und mit der Verbreitung wurde er auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Dies führte dazu, dass sich sodann auch der Stil und der Inhalt veränderten, denn die weiße amerikanische Bevölkerung modifizierten das Genre, um es für ihresgleichen (den weißen Amerikanern der Mittelklasse) schmackhafter zu machen.

 

Beim Jazz geht es primär um Gefühl, Kollektivität und Improvisation. Jazzmusik erkennt man sehr gut an einem tippenden Beat und an seinen individuellen Soli - meist von der Trompete oder dem Saxophon vorgetragen. Aufgrund des Swing-Rhythmus ist Jazz oft sehr entspannt und durch die Ungebundenheit an strenge musiktheoretische Strukturen zeichnet Jazz eine Art Freiheit und Wildheit aus.

Ein typisches Stück ist Instrumental, mit meist wenigen fetzigen oder sanft-rauchigen Textstellen. Das besondere am Jazz, was ihn auch von sämtlichen anderen Musikgenres abhebt, sind die Soli der Künstler innerhalb einer Jazzband. Die Soli bieten den Künstlern nämlich die Möglichkeit dem Publikum ihr persönliches Können und ihr Improvisationstalent vorzustellen.

Viele Musiker, die im Jazz-Zeitalter der 1920er Jahre berühmt wurden, sind auch heute noch bekannt. Ihre Musik hat viele moderne Künstler beeinflusst und wird auch heute noch gerne gehört. Eine der bekanntesten frühen Jazzbands in New Orleans war die King Oliver Creole Jazzband. Die Band bestand aus Musikern, die als die besten ihrer Zeit galten, darunter King Oliver (auch als Joe Oliver bekannt), Bill Johnson, Johnny Dodds, Baby Dodds und später Louis Armstrong (auch unter dem Namen Satchmo bekannt). 

Louis Armstrong wurde aufgrund seines Trompetenspiels und durch seine unverwechselbare Gesangsstimme sehr schnell bekannt. Seine charismatische Präsenz auf der Bühne und seine Improvisationsfähigkeiten zogen das Publikum an und seine Hits "What a Wonderful World" und "Hello, Dolly!" sind auch heute noch Evergreens.

 

Neben den männlichen Kollegen brachte das Jazz-Zeitalter auch viele Musikerinnen hervor. Die Blues- und Jazzsängerin Bessie Smith beispielsweise war eine der bestbezahlten afroamerikanischen Musikerinnen ihrer Zeit. Mit ihrem Stil beeinflusste sie Künstler, wie Aretha Franklin und Janis Joplin.

Die Cool Cats sind ebenfalls sehr von Bassie Smith beeindruckt und hören gerne privat in ihre Platten rein. Beeinflusst werden die Cool Cats aber besonders von Ella Fitzgerald. 

Die Sängerin Ella Fitzgerald, die als "First Lady of Soul" bezeichnet wurde, schaffte es ebenfalls in die Riege der Jazz-Prominenz. Sie arbeitete mit vielen der großen Jazzsänger ihrer Zeit zusammen, verkaufte während ihrer Gesangskarriere über 40 Millionen Alben und gewann 13 Grammys. 

Mit der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren endete die Jazz-Ära etwas abrupt. Das Musikgenre lebt jedoch heute weiter und ist ein wesentlicher Bestandteil der reichen Kulturgeschichte in Amerika.

Jazz zählt heute zu einer hochentwickelten Kunstform, welche sich in zahlreiche Richtungen weiterentwickelt hat und sehr breit gefächert ist. Die Musik jedes Jahrzehnts klingt frisch und anders als die Musik, die ihr vorausging. Seit den Tagen des Bebop umfasst die Jazz-Szene Avantgarde-Musik, Latin-Jazz, Jazz-Rock und unzählige andere Stile - da ist also für jeden etwas dabei.

Da die Weiterentwicklung und ein stets moderner und frischer Stil gepaart mit traditionellem Sound ein angestrebtes Ziel der The Cool Cats ist, stellt das Jazz Genre eine ideale Vorbildfunktion dar. Die Vielfalt und Wandelbarkeit des Jazz wird von den Kölner Katzen gerne genutzt und ist fest in ihrem Repertoire verankert. Dadurch erfreut sich das Publikum immer an alt bekannten Klängen, die von den Cool Cats neu interpretiert werden. Somit reihen sich die Cool Cats in die Riege der Jazz kenner ein und bieten Ihnen stets eine fabelhafte Show. Getreu dem Motto "der Tradition verbunden und der Zukunft geöffnet".