Swing

Wir schreiben das Jahr 1920, besser bekannt als die goldene Ära der „Roaring Twenties“.

Die unvergleichbare Aufbruchsstimmung dieses Jahrzehnts zeichnet sich vor allem auch durch seine Vielfalt in der Musikwelt aus. Die neuen Einflüsse vornehmlich afroamerikanischen Ursprungs brachten neben dem New Orleans Jazz der 20er, ebenfalls den Swing der 30er und den Bebop der 40er Jahre mit sich und ermöglichten so die weitere Entwicklung von unter anderem Free Jazz, Cool Jazz und Hard Bop.

Die Swingmusik, auch als Swing bekannt, ist untrennbar verbunden mit dem Emporkommen der sogenannten Big Bands. Dies waren Musiker „Kollektive“, die aus drei bis zu in der Regel acht Mitgliedern bestanden und ein absolutes Novum für den Musikliebhaber der Roaring Twenties bildeten. Im Gegensatz zum Jazz, bei welchem das spontane Aufeinander-Reagieren innerhalb einer Band dominierte, gab es bei der Swing-Band fortan Arrangeure, welche das Zusammenspiel der Bands durch aufgeschriebene Sets ermöglichten.

Das Besondere am Swing ist sein voller Klang und seine unvergleichbar mitschwingende Tanzbarkeit. Ertönen die bläsernen Klänge der Big Bands wird es auch dem steifsten Banausen nicht möglich, sein Tanzbein ruhig zu halten.

Bekannt wurde der Jazz vor allem auch durch die zahlreichen Touren, welche die Bands national absolvierten. Auch unter extrem erschwerten Bedingungen, wie dem Mangel an bekannten Locations oder der schlechten Bezahlung, erhöhten diese so ihre Reichweite, was ebenfalls durch das immer bekannter und beliebter werdende Medium „Radio“ unterstützt wurde.

Von den weit mehr als 100 amerikanischen Swing-Bands konnten sich einige Künstler besonders herausheben und nehmen auch heute noch einen wichtigen Stellenwert in dem Swing-Genre ein. So glänzte beispielsweise Count Basie mit seinem eher ruhigeren Swing, der vor allem von drastischen Gegensätzen gespickt war. Die schillernden, röhrenden und dröhnenden Töne des Swing waren im Gegensatz dazu ein Markenzeichen von Benny Goodman. Bob Crosby hingegen verfiel dem Dixieland Stil. So war es weiterhin auch üblich, dass sich viele Bands auch einzelner Musiker bedienten, welche den Songs durch ihren eigenen charakteristischen Stil eine gewisse Würze gaben, wie Frank Sinatra beim Tommy Dorsey Orchestra oder Ella Fitzgerald bei den Chick Webb.

Ab Mitte der 1930er Jahre fand der Swing endgültig seinen Platz in den nationalen und internationalen Herzen der Masse. Zu dieser Zeit wurde ebenfalls den ursprünglich afroamerikanischen Big Bands, wie Calloway, Count Basie, Duke Ellington, Hines und viele mehr durch ihre hellhäutige Konkurrenz von unter anderem Benny Goodman, Artie Shaw, Shep Fields der Rang der Beliebtheit streitig gemacht.

 

Wenn man sich für eine Live-Swing-Band entscheidet bucht man also eine Art abendliches Gesamt-Konzept, das sowohl für die gute Musik als auch fabelhaftes Entertainment sorgt.