
Babylon berlin
Warum Babylon Berlin uns sofort gekriegt hat
Es gibt Serien, die schaut man.
Und es gibt Serien, die lösen etwas aus.
Babylon Berlin gehört für uns eindeutig zur zweiten Kategorie.
Natürlich geht es um Kriminalität, Politik, Sex, Macht, Abgründe und das Berlin der späten 1920er Jahre. Natürlich ist es eine der teuersten deutschen Produktionen überhaupt. Natürlich spielen großartige Schauspieler mit und natürlich ist das alles wahnsinnig aufwendig produziert.
Aber das ist gar nicht der Punkt.
Der Punkt ist die Stimmung.
Dieses Berlin von 1929. Kurz vor dem Kipppunkt. Zwischen Glanz und Abgrund. Zwischen Champagner und Chaos. Zwischen Freiheit und dem Wissen, dass etwas Großes und Dunkles am Horizont wartet.
Genau dieses Spannungsfeld ist es, das uns interessiert.
Die Goldenen Zwanziger waren nicht nur Glitzer
Babylon Berlin zeigt nicht nur Tanz und Glamour. Es zeigt auch Dreck, Extreme, Emanzipation, Exzess, Politik, Kunst und eine Stadt, die gleichzeitig lebt und brennt.
Und genau das macht diese Zeit so spannend.
Die Serie basiert auf dem Roman Der nasse Fisch von Volker Kutscher und erzählt die Geschichte von Gereon Rath und Charlotte Ritter. Aber eigentlich erzählt sie viel mehr. Sie erzählt von einer Gesellschaft im Umbruch.
Und das fühlt man in jeder Szene.
Warum uns das als Band interessiert
Wenn wir Golden Twenties Abende spielen oder 20er Jahre Veranstaltungen gestalten, geht es uns nie nur um Federboas und Stirnbänder.
Uns interessiert diese Energie. Dieses Knistern. Dieses Gefühl, dass alles möglich ist.
Swing, Jazz, frühe Tanzmusik, starke Frauenfiguren, neue Rollenbilder, Selbstinszenierung, Nachtleben, Kunst und Dekadenz. Das alles ist Teil dieser Zeit.
Babylon Berlin schafft es, diese Atmosphäre spürbar zu machen. Und genau diese Atmosphäre nehmen wir mit auf die Bühne.
Nicht als Kopie.
Sondern als Inspiration.
Ästhetik mit Substanz
Was die Serie besonders stark macht, sind die Kulissen. Babelsberg wurde zu einem eigenen 1920er Jahre Kosmos aufgebaut. Ganze Stadtteile wurden rekonstruiert, weil das alte Berlin kaum noch existiert.
Dieses Detailbewusstsein lieben wir.
Denn wenn wir 20er Jahre spielen, dann geht es auch uns nicht um oberflächliche Deko. Es geht um Stimmung. Um Tiefe. Um das Zusammenspiel aus Musik, Licht, Kleidung und Haltung.
Und vielleicht ist das der Grund, warum Babylon Berlin für uns mehr ist als nur eine Serie.
Es ist ein Gefühl.
Und dieses Gefühl tragen wir ziemlich gerne mit uns herum.
