Rockabilly

Eine ganz besondere Spielart des "Rock ’n’ Roll" ist Rockabilly. Diese Stilrichtung entstand Anfang der 1950er Jahre in den US-amerikanischen Südstaaten (insbesondere in Memphis, Tenessee), durch das Mischen des "schwarzen Rhythm & Blues" und der "Country-Musik" von vorwiegend weißen, jungen Musikern.

Gespielt und interpretiert wurde meist mit den vertrauten Instrumenten. Der Rhythmus des fehlenden Schlagzeugs wurde durch ein speziell betontes Zupfen des Kontrabasses (die Slapping-Technik) ersetzt.

Obwohl sich dieser Musikstil konkret etablierte, gab es lange keinen einheitlichen Begriff für dieses neue Genre, auch wenn diese Musik schnell beliebt wurde und einen regelrechten Boom erlebte. So wurde dann später aus dem sogenannten "Südstaaten-Rock'n'Roll" der Rockabilly - abgeleitet aus dem bereits etablierten "Hillbilly Boogie". Der Begriff "Rockabilly" hatte zunächst einen provinziellen Ruf, da "Hillbilly" damals ein geringschätziger Begriff für "Landei" oder "Hinterwäldler" war.

Populär wurde der Begriff erst im Zuge des "Rockabilly-Revivals" Anfang der 1980er Jahre.

Heute ist Rockabilly weltweit bekannt, vor allem in Europa und Japan und wird dort zunehmend neu kultiviert. Die Rockabilly-Szene lebt durch darauf spezialisierte Bands, Konzerte, Treffen von Communities, Oldtimer-Treffen und Zeitschriften dieses Genres.